Regionales
Entwicklungskonzept für den Naturpark Wildeshauser Geest
... 8. Maßnahmen
8.5 Maßnahmebereich: Herstellen der Informationsbasis und Koordinierung der Aktivitäten
Innerhalb dieses Maßnahmebereiches sollen zwei Leitprojekte durchgeführt werden, die zusammengenommen
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die Einbindung der regionalen Wirtschaft in die regionale Entwicklungsstrategie sicherstellen,
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die Kooperationsfähigkeit der regionalen Akteure stärken,
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die Kommunikationsfähigkeit der Region "nach innen" fördern
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und eine breit angelegte Präsentation der Region "nach außen" unterstützen.
Leitprojekt: Informationsnetzwerk Wildeshauser Geest
| Ziel: |
Ein Regionales Entwicklungskonzept bzw. eine regionale Entwicklungsstrategie ist nur so gut, wie seine Umsetzung organisiert wird. Ein auf Nachhaltigkeit angelegter Entwicklungsprozess baut auf die Mitwirkung von vielen Beteiligten und bezieht seine Wirkung letztlich aus einer Vielzahl von Aktivitäten, die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind. So sollten sich die Anstrengungen verschiedener Akteure nicht gegenseitig konterkarieren, Betrieben muss die Möglichkeit gegeben werden, bei Erweiterungen ihres Angebotes Synergieeffekte zu erschließen und mit anderen gemeinsame Aktionen zu planen, gleichgerichtete Initiativen der Bevölkerung müssen sich wechselseitig unterstützen können. Schließlich sollte es allen Kräften der Wildeshauser Geest möglich sein, sich an regionalen Strategien zu beteiligen. Eine zentrale Voraussetzung für umfassende Beteiligungsmöglichkeiten ist die allgemeine Verfügbarkeit von Informationen. Wer immer auch entwicklungsrelevante Aktivitäten plant, sollte sich schnell darüber informieren können, ob und wo es gleichgerichtete Aktionen gibt bzw. an welche vorhandenen Potentiale er anknüpfen kann. Zentrale Zielsetzung des Projektes ist es somit, durch Bereitstellung von Informationen, die für den regionalen Entwicklungsprozess von Bedeutung sind, eine möglichst umfassende Basis für die Koordinierung gemeinschaftlicher Aktivitäten zu schaffen, und den Betrieben und Akteuren die Möglichkeit zu geben, ihre eigenständigen Initiativen an übergreifenden Strategien auszurichten.
Ein weiteres Ziel ist es, die Kommunikation zwischen den vielen
Beteiligten (und somit auch der LAG mit weiteren am Prozess
Beteiligten) zu organisieren bzw. sie in dem hier erforderlichen
Umfang erst zu ermöglichen. Dies wiederum ist die Voraussetzung
für ein umfassendes Qualitätsmanagement. Anders ausgedrückt: Das
Informationsnetzwerk soll auch einen regionalen Lernprozess
fördern, bei dem sich alle Beteiligten am Prinzip der
Nachhaltigkeit und an den Zielen des Regionalen
Entwicklungskonzeptes orientieren. |
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| Instrumente: |
Durch das Internet gestütztes Kommunikationssystem mit einem Datenpool für Potentiale, Entwicklungen, Aktivitäten, die für regionale Betriebe und Akteure relevant sind. Das System soll ähnlich einem Portal aufgebaut werden, so dass seine Pflege weitgehend dezentral organisiert werden kann. Es ist zwar primär für die Unterstützung wirtschaftlich relevanter Aktivitäten und die Beteiligung der Bevölkerung gedacht, kann aber von der LAG auch als Instrument zur internen Koordinierung und zur Publikation bzw. Dokumentation der eigenen Arbeit genutzt werden.
Die Konstruktion des Systems als Portal soll es ermöglichen,
dass dieses als technisches und mediales Instrument nach Ablauf der
Förderung ohne Zuschüsse weiterbetrieben werden kann. Es ist somit
als Werbeträger zu konzipieren. |
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| Adressaten: |
Adressaten des Projektes sind Betriebe, Institutionen
und Initiativen der Bevölkerung, die sich mit ihren Aktivitäten im
Zielfokus des regionalen Leitbildes bewegen. Diese Adressaten sind
jedoch gleichzeitig korrespondierende Partner, da auch ihre
Informationen, sofern sie für andere Akteure relevant sind, in das
System eingestellt werden. |
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| Durchführung: |
Grundsätzlich ist bei der Durchführung dieses Projektes zu berücksichtigen, dass ein geplantes Informationsnetzwerk immer aus Menschen bzw. Institutionen besteht, also nur durch deren Handeln "zum Leben" erweckt" werden kann. So wichtig technische Fragen bei der Konzeption der Kommunikationsplattform auch sind, letztere ist nur so perfekt wie das dahinter stehende Netzwerk. Obwohl bei der Darstellung des Vorhabens oftmals die technische Seite im Vordergrund steht, liegen die konkreten Bemühungen bei der Umsetzung vielfach im Gewinnen von Partnern und in der Planung gemeinsamer Aktionen, die dann im System ihr Abbild finden. Bei der Durchführung des Projektes bzw. dem Aufbau des Kommunikationssystems ist konzeptionell zwischen Partnern im Sinne des Informationsmanagements und korrespondierenden Partnern zu unterscheiden. Erstere stellen Informationen selbst ein und ändern Einträge, während letztere ihre Informationen über eine zentrale Koordinierung in das System einspeisen können. Da das System nur zum Teil durch eine zentrale Stelle, im wesentlichen aber dezentral gepflegt werden soll, benötigen aktive Partner eine Netzwerk-Schulung, bei der nicht nur technische Aspekte, sondern vor allem die virtuelle Abbildung eines regionalen Entwicklungsprozesses und die damit verbundenen Kommunikationsströme zu vermitteln sind. In diese Schulung sollen alle LAG-Mitglieder eingebunden werden, damit das System die Effizienz der regionalen Kooperation unterstützt. Parallel dazu kann die Entwicklung des technischen bzw. medialen Systems erfolgen und dieses zur Erprobung durch die "aktiven" Partner in Betrieb genommen werden. Der wesentliche Schritt "nach außen", also die Gewinnung von korrespondierenden Partnern, vor allem aus der regionalen Kultur-, Medien und Freizeitwirtschaft, kann jedoch nur durch gezielte Veranstaltungen, Pressearbeit und persönliche Ansprache der LAG-Mitglieder erfolgen. Um zu erreichen, dass möglichst viele Personen möglichst oft das System besuchen, sollten an zentraler Stelle wichtige Hinweise für Betriebe und Bevölkerung als "Zugpferd" eingestellt werden.
Der Schritt nach außen setzt die Einrichtung einer zentralen
Stelle für das Informationsmanagement der korrespondierenden
Partner sowie die allgemeine Unterstützung der Publizität voraus.
Diese Stelle soll ferner kostenpflichtige Werbeeinträge für das
System einwerben. |
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| Raumbezug: |
Gesamtregion |
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| Träger: |
Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest |
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| Zeitplan: |
Vorbereitende Arbeiten: bis Mitte 2002 |
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| Finanzbedarf: |
225.000 Euro
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| Kofinanzierung: |
Zweckverband Naturpark, Kommunen |
Leitprojekt: Marketinginitiative für die Wildeshauser Geest
| Ziel: |
Bei der Durchführung dieses Projektes geht es um einige zentrale Fragen, die sich im Rahmen einer kooperativen Regionalentwicklung den Akteuren und der Bevölkerung stellen: Wie sehen wir unsere Region selbst? Mit welchen besonderen Eigenschaften der Wildeshauser Geest identifizieren wir uns? Wie möchten wir uns und die Region von außerhalb wahrgenommen wissen? Wie können wir bei potentiellen Besuchern Interesse für uns wecken? Alle diese Fragen sind in der Wildeshauser Geest noch völlig unbeantwortet. Dies spiegelt nochmals eine der zentralen Entwicklungshemmnisse wider: Das Fehlen einer regionalen Handlungsfähigkeit. Mit den hier gestellten Fragen hat die LAG das Thema Regionalmarketing aufgegriffen und deutlich gemacht, dass es dabei nicht um eine schlichte Verkaufsstrategie geht. Analog zur neueren Betriebswirtschaft betrifft Marketing die Organisation interner Kommunikationsprozesse unter Berücksichtigung ihrer Wahrnehmung (durch Kunden, Besucher und die Bevölkerung) von außen. Eine Werbestrategie würde einzelne Vorzüge der Region feiern, ein regionales Marketing muss stattdessen versuchen, sich in einem breiten Konsens auf gemeinsame Sinnbezüge zu verständigen und diese in darstellerisch ansprechender Weise zu präsentieren. Dabei spielt auch die Art des Umgangs miteinander eine Rolle: Nicht nur die kommunizierten Bezugs- und Identifikationspunkte sind ein zentrales Element der Außendarstellung, sondern auch der Umgang miteinander beinhaltet das Angebot geistig-seelischer Ankerplätze für die BewohnerInnen der Region und ihre Besucher/innen. Aus diesen Gründen wurde das Projekt "Marketinginitiative" genannt. Seine Zielsetzung beinhaltet die Organisation eines regionalen Verständigungsprozesses über Identität stiftende Bezüge und ihre Kommunikation nach außen. Ein Schritt in die angegebene Richtung wurde bereits mit der Entwicklung des Leitbildes getan, welches daher auch als Basis für die weitere Arbeit dienen soll.
Regionales Marketing ist allerdings kein Selbstzweck: In der
zweiten Phase dieses Projektes liegt die Zielsetzung in der
Umsetzung einer Marketingstrategie, die sich über verschiedene
Medien primär an touristische Besucher/innen, aber auch an Betriebe
und sonstige Institutionen richtet, bei denen Interesse für die
Region geweckt werden soll. |
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| Instrumente: |
Dieses Vorhaben erfordert eine Abstimmung mit vielen
Beteiligten. Insofern ist das oben vorgestellte Kommunikationssystem
im Projekt "Informationsnetzwerk" ein zentrales Instrument
zur Durchführung der Marketinginitiative. Weitere Instrumente sind
Ideenwettbewerbe an Schulen und Events zur Mobilisierung der
Bevölkerung. |
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| Adressaten: |
Adressat ist sowohl die Bevölkerung der Region
selbst als auch Besucherinnen und Besucher. Während die erste Phase
des Projektes sich dabei auf das Herstellen einer regionalen
Identität konzentriert, stellt die 2. Phase auf eine professionelle
Außendarstellung für zentrale touristische Zielgruppen ab. |
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| Durchführung: |
Da dieses Projekt an das Informationsnetzwerk Wildeshauser Geest anknüpft, soll innerhalb des Netzwerkaufbaus ein Marketing-Forum gegründet werden, an dem zentrale Akteure und Betriebe der Region beteiligt werden. In diesem Forum werden Vorschläge für ein regionales Marketing erarbeitet, die in einem weiteren Schritt im Zuge von Veranstaltungen, Ideenwettbewerben (z.B. Schülerwettbewerben) und Öffentlichkeitsarbeit in einer breiten Beteiligungsrunde konkretisiert und weiterentwickelt werden. Parallel hierzu muss das Marketing-Forum mit fachlicher Unterstützung in laufender Abstimmung mit der LAG die zentralen (wirtschaftlichen) Zielgruppen eines touristischen Marketing herausarbeiten und regionale "Produktbereiche" für die Vermarktung und Außendarstellung festlegen. Sobald einerseits die zu transportierenden Inhalte in einem breiten Konsens feststehen und auf der anderen Seite die Bestimmung von Zielgruppen und Produkten erfolgt sind, wird eine Dachmarke bzw. ein Label für die Wildeshauser Geest entwickelt.
Die letzte Phase des Vorhabens beinhaltet die Neukonzeption und
Vereinheitlichung des regionalen Werbe- und Präsentationsmaterials
und die Erschließung neuer Verteilungswege. Sobald das Projekt
abgeschlossen ist, können alle Betriebe, Kommunen und
Institutionen, die das Produkt "Region" bewerben sich der
entstandenen Marketing-Konzeption bedienen und ihre Vertriebswege
darauf einstellen. |
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| Raumbezug: |
Gesamtregion |
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| Träger: |
Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest |
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| Zeitplan: |
Projektbeginn: Mitte 2002 |
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| Finanzbedarf: |
200.000 Euro
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| Kofinanzierung: |
Zweckverband, Kommunen |
Weitere Projektvorschläge im Maßnahmebereich 5
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Projekt |
Kurzbeschreibung |
Vorschlag durch |
Räumlicher Bezug |
Konkr .Stand |
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Einrichtung einer benutzerfreundlichen Datenbank |
Datenbank für Einwohner und Institutionen mit Zugriff auf alle regionalen Informationen |
Gemeinde Hatten |
Gesamtregion |
Idee |
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Aufbau eines Tourismusverbandes für die W. Geest |
Schaffung organisatorischer Voraussetzungen für eine Vernetzung der Gemeinden und Organisationen sowie Entwicklung einer "Dachmarke" für die Vermarktung |
Gemeinde Wardenburg |
Gesamtregion |
Idee |
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Entwicklung einer Marketing-Konzeption für den Naturpark W. Geest und deren Umsetzung |
Entwicklung einer Dachmarke, Entwicklung von Vermarktungsstrukturen |
Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest |
Gesamtregion |
Idee |
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Leader+ -Partnerschaften |
...mit ausländischen Regionen, z.B. in Frankreich, Polen |
Frau Bärbel Henning-Rönsberg |
Gesamtregion |
Idee |
Unter www.hunte-natur.de finden Sie Informationen zum Wasserwandern entlang der Hunte. Die kostenlose "Wasserwanderkarte Hunte" kann auf der Broschüren-Seite bestellt werden.
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